Neue Vorschriften für ökologische Erzeugnisse

Das Europäische Parlament und der Rat haben am 20. Oktober 2026 eine politische Einigung über die Änderung der EU-Bio-Verordnung (EU) 2018/848 erzielt. Künftig sollen ökologische Erzeugnisse aus Drittstaaten mit als gleichwertig anerkannten Produktionssystemen das EU-Bio-Logo nur verwenden dürfen, wenn sie zusätzliche Produktions- und Kontrollanforderungen der EU erfüllen. Zugleich soll die Anerkennung der Gleichwertigkeit der Produktionsvorschriften von elf Drittstaaten bis zum 31. Dezember 2036 verlängert und die Zertifizierungspflicht für kleinere Händler durch höhere Umsatz- und Mengenschwellen sowie Ausnahmen für bestimmte Onlinehändler gelockert werden. Die Einigung sieht ausserdem befristete Ausnahmen für die Verwendung nichtökologischer Futtermittel vor und muss noch vom Europäischen Parlament und vom Rat förmlich angenommen werden.

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Kurzbeitrag aus EuZ 1 / 2022