Die Europäische Kommission hat am 16. Oktober 2026 mit einer Mitteilung (COM(2026) 557 final) ihren sechsten Fortschrittsbericht zur Bekämpfung des Menschenhandels sowie eine neue EU-Strategie vorgelegt. Dem Bericht zufolge wurden in den Jahren 2023 und 2024 in der EU insgesamt 20’022 Opfer von Menschenhandel registriert, was einem Anstieg von 16,1 Prozent gegenüber dem vorherigen Zweijahreszeitraum entspricht. Die neue Strategie umfasst sechs Schwerpunkte, darunter den verstärkten Einsatz digitaler Technologien zur Prävention und Strafverfolgung, eine engere Zusammenarbeit mit Unternehmen und Arbeitsaufsichtsbehörden sowie die Bekämpfung grenzüberschreitender krimineller Netzwerke. Weitere Massnahmen sollen Menschenhandelsrisiken im Zusammenhang mit Migration und Krisensituationen verringern, den Schutz der Opfer verbessern und die internationale Zusammenarbeit stärken.