Neue EU-Strategie für die Gebiete in äusserster Randlage

Die Europäische Kommission hat am 10. September 2026 eine neue strategische Vision für die Gebiete in äusserster Randlage verabschiedet. Erfasst werden Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, Réunion und Saint-Martin sowie die Azoren, Madeira und die Kanarischen Inseln. Die Strategie konzentriert sich auf vier Ziele: die Nutzung des geostrategischen Potenzials, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des Zugangs zum Binnenmarkt, eine höhere Krisenfestigkeit sowie mehr soziale Gerechtigkeit. Begleitet wird sie erstmals von einem auf Art. 349 AEUV gestützten Regelungspaket, das gezielte Anpassungen des EU-Rechts unter anderem in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei, Migration und Besteuerung vorsieht. Zudem sollen die Regionen EU-Programme und Fördermittel besser nutzen können, ihre administrativen und technischen Kapazitäten ausbauen und enger mit der Kommission sowie ihren jeweiligen Mitgliedstaaten zusammenarbeiten.

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Kurzbeitrag aus EuZ 1 / 2022