Die Europäische Kommission hat mit der Mitteilung «AccelerateEU» vom 22. April 2026 ein Massnahmenpaket vorgelegt, das kurzfristige Entlastungen für Haushalte und Unternehmen mit einer beschleunigten Transformation hin zu sauberer Energie verbindet. Hintergrund ist die anhaltende Verwundbarkeit der EU durch ihre Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen, die zuletzt zu erheblichen Mehrkosten geführt hat. Das Instrumentarium umfasst insbesondere eine verstärkte Koordinierung zwischen den Mitgliedstaaten, gezielte und befristete Unterstützungsmassnahmen für besonders betroffene Verbraucher und Wirtschaftszweige sowie neue Instrumente wie eine Beobachtungsstelle für Kraftstoffe. Zugleich soll der strukturelle Übergang durch eine beschleunigte Elektrifizierung, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Stärkung der Energieinfrastruktur vorangetrieben werden. Flankierend setzt die Kommission auf eine verstärkte Mobilisierung öffentlicher und privater Investitionen, um den erheblichen Finanzierungsbedarf der Energiewende zu decken. Insgesamt verfolgt «AccelerateEU» das Ziel, die Energieversorgungssicherheit zu erhöhen, Preisvolatilitäten abzufedern und die strategische Autonomie der EU im Energiebereich nachhaltig zu stärken.