Die Europäische Union und der Mercosur haben am 17. Januar 2026 ein Partnerschaftsabkommen sowie ein Interimsabkommen über den Handel unterzeichnet und damit einen der grössten integrierten Wirtschaftsräume weltweit mit rund 700 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern begründet. Das Abkommen zielt auf den weitgehenden Abbau von Zöllen, erleichterte Investitionen und resilientere Lieferketten ab und soll die EU-Exporte in den Mercosur um bis zu 40 % steigern sowie Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit sichern. Gleichzeitig setzt es ein geopolitisches Signal zugunsten von Multilateralismus und einer regelbasierten internationalen Ordnung in einem von Unsicherheit geprägten globalen Umfeld. Für die Landwirtschaft enthält das Abkommen einen Rechtsrahmen mit verbessertem Marktzugang, Schutz geografischer Angaben und rechtsverbindlichen Schutzmechanismen für sensible Erzeugnisse, flankiert durch verstärkte Kontrollen und ein finanzielles Sicherheitsnetz. Ergänzt wird dies durch ambitionierte Nachhaltigkeits- und Umweltklauseln, insbesondere zur Umsetzung des Pariser Übereinkommens und zum Ziel der Klimaneutralität bis 2050, was den handelspolitischen Ansatz der EU normativ weiter festigt.