EU-Visumsstrategie

Die Europäische Kommission hat am 29. Januar 2026 ihre erste EU-Visumstrategie angenommen, um die Visapolitik strategischer auszurichten und die EU besser auf globale Mobilität, Instabilität und geopolitischen Wettbewerb vorzubereiten. Ziel ist es, Europa sicherer zu machen, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zu fördern, den globalen Einfluss der EU zu stärken und die Visapolitik moderner, effizienter und kohärenter zu gestalten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Sicherheit durch strengere Instrumente wie einen reformierten Visa-Aussetzungs- und Hebelmechanismus, gezielte restriktive Visamassnahmen sowie bessere Sicherheitsstandards für Reisedokumente. Gleichzeitig sollen Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit im Lichte von Reiseangeboten unterstützt werden, etwa durch vollständig digitale Visaverfahren, das ETIAS ab Ende 2026, länger gültige Mehrfachvisa für vertrauenswürdige Reisende und erleichterte Verfahren für Geschäftsreisende. Weitere Massnahmen zielen auf die Anwerbung und Bindung von Talenten, unter anderem durch bessere Bedingungen für Studierende, Forschende, hochqualifizierte Fachkräfte sowie Start-up- und Scale-up-Gründer und durch neue Anlaufstellen für legale Arbeitsmigration.

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Kurzbeitrag aus EuZ 1 / 2022