Aktionsplan zur Abwehr von Drohnenbedrohungen

Die Europäische Kommission hat am 11. Februar 2026 einen Aktionsplan vorgelegt, um der wachsenden Bedrohung der inneren Sicherheit der EU durch Drohnen und ähnliche Flugobjekte zu begegnen. Der Plan reagiert auf zunehmende Vorfälle wie Luftraumverletzungen, Flughafenstörungen und Risiken für kritische Infrastrukturen und setzt auf einen einheitlichen, solidarischen EU-Ansatz. Im Zentrum stehen koordinierte Massnahmen zur Verbesserung der Abwehr- und Aufklärungsfähigkeiten, zur besseren Reaktionskoordination sowie zur Stärkung der zivil-militärischen Synergien. Vorgesehen sind unter anderem eine stärkere industrielle Zusammenarbeit, ein EU-Exzellenzzentrum für Drohnenabwehr, Zertifizierungsmechanismen sowie ein Drohnen-Sicherheitspaket mit angepassten Regulierungsvorgaben. Technologisch setzt der Aktionsplan auf Multi-Sensor-Systeme, KI-gestützte Auswertung und die Nutzung von 5G-Netzen zur Echtzeit-Erkennung und Identifizierung bösartiger Drohnen. Flankiert wird dies durch gemeinsame Beschaffung, gross angelegte EU-Übungen, den Ausbau operativer Kapazitäten etwa bei Frontex sowie die Einbettung in bestehende und neue EU-Finanzierungs- und Verteidigungsinitiativen.

Weitere Informationen

Kurzbeitrag aus EuZ 1 / 2022