Ein neuer Aktionsplan der Europäischen Kommission gegen Cybermobbing verfolgt das Ziel, die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum unionsweit wirksam zu schützen. Kernstück ist die Entwicklung einer EU-weit nutzbaren App, über die Betroffene Cybermobbing niedrigschwellig melden, Unterstützung erhalten sowie Beweise sicher speichern und an nationale Anlaufstellen übermitteln können. Die Kommission stellt hierfür ein technisches und konzeptionelles Grundmodell bereit, das von den Mitgliedstaaten an nationale Gegebenheiten angepasst wird. Ergänzend setzt der Aktionsplan auf einen koordinierten EU-Ansatz mit gemeinsamen Begriffsbestimmungen, vergleichbarer Datenerhebung und umfassenden nationalen Strategien. Bestehende Rechtsakte und Initiativen sollen gezielt weiterentwickelt werden, insbesondere durch die Überarbeitung und Konkretisierung einschlägiger Leitlinien zum Gesetz über digitale Dienste, zur Rolle vertrauenswürdiger Hinweisgeber sowie zur Regulierung von Video- und KI-basierten Plattformen. Der Aktionsplan betont zudem die präventive Dimension durch die Förderung digitaler Kompetenz, verantwortungsvoller Online-Praktiken und schulischer Aufklärung von klein auf. Flankiert wird dies durch den Ausbau von Unterstützungsangeboten über «Safer Internet Centres», die «Better Internet for Kids Platform» und die fortgesetzte Förderung des «Safer Internet Day».