Die Europäische Kommission und die Hohe Vertreterin der Union für Aussen- und Sicherheitspolitik haben am 20. Oktober 2026 mit einer Gemeinsamen Mitteilung (JOIN(2026) 100 final) eine neue Strategie für die Arktis vorgelegt. Angesichts des Klimawandels, zunehmender geopolitischer Spannungen und neuer wirtschaftlicher Nutzungsmöglichkeiten konzentriert sich die Strategie auf vier Schwerpunkte: Sicherheit und Resilienz, Klimaschutz, nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sowie die Förderung der lokalen Bevölkerung. Im Sicherheitsbereich sind insbesondere der Schutz kritischer Infrastrukturen, eine verstärkte Zusammenarbeit mit der NATO sowie die Einrichtung eines Zentrums für maritime Sicherheit zur Überwachung und zum Schutz von Unterseekabeln vorgesehen. Daneben sollen die Klimaforschung und Umweltüberwachung ausgebaut sowie Investitionen in erneuerbare Energien, kritische Rohstoffe und Verkehrs- und Digitalinfrastrukturen gefördert werden. Schliesslich sieht die Strategie eine vertiefte Zusammenarbeit mit arktischen Partnerstaaten, insbesondere Grönland, sowie eine stärkere Einbindung indigener Völker und lokaler Gemeinschaften vor.