Mosaiksteine aus einem vielfältigen Leben

vom Verfassungsrat über Gerichte, Regierungsrat und Ständerat bis zu internationalen Aufträgen – Festschrift zum 85. Geburtstag von Thomas Pfisterer
Herausgeber:
Benjamin Böhler, Andreas Glaser, Christian Rathgeb, Martina Suter
Autorinnen und Autoren:

Hans Altherr, Stephan Attiger, Philippe Baltzer, Thomas Baumgartner, Peter Bieri, Benjamin Böhler, Andreas Bölsterli, Urs Bolz, Carl Hans Brunschwiler, Lukas Bühlmann, Maurus Büsser, Rupak Chattopadhyay, Markus Dieth, Jens Drolshammer, Hans Flückiger, Kurt Fluri, Jean-Pierre Gallati, Hannes Germann, Andreas Glaser, Martin Graf, Christoph Grauwiller-Straub, Peter Grünenfelder, Marcel Guignard, Ulrich Gut, Christian J. Haefliger, Gret Haller, Peter Heer, Hanspeter Hilfiker, Karl Heinz Hoffmann, Urs Hofmann, Eric Honegger, Marcel Iseli, Martin Kistler, Beat Knoblauch, Daniel Kübler, Andreas Lienhard, Christoph Mäder, Richard Maurer, Roland Mayer, Matthias Michel, Georg Milbradt, Jean A. Mirimanoff, Stéphanie Mörikofer-Zwez, Woldemar Muischneek, Georg Müller, Hannes Müller, Werner Ort, Lundeg Purevsuren, Niccolò Raselli, Christian Rathgeb, Brigitte von Rechenberg, Peter Rüegg, Matthias Saxer, Dori Schaer-Born, Christoph A. Schaltegger, Arthur Schneider, Reinhard Schnidrig, Rainer J. Schweizer, Andrea Staubli, Christian Stauffer, Martina Suter, Erwin Teufel, Hans Martin Tschudi, Kaspar Villiger, Peter Voser, Bernhard Waldmann, Benedikt Weibel, Marianne Wildi, Hans-Peter Widmer, Bernhard Wütz, Roger Zäch

Erscheinungsjahr: 2026

Links:
Print | PDF | ePub | Amazon

Beschreibung:

Fünf Chancen in einem Leben – wurden sie genutzt? Diese Leitfrage treibt diese Festschrift an und wendet sich nicht der persönlichen Bilanz zu, sondern einer grundsätzlichen Frage nach Haltung: Wie lässt sich Verantwortung tragen, wenn sie sich unerwartet ergibt? Wie bleibt man der Sache verpflichtet, wenn Stationen wechseln? Wie wird Erfahrung übertragbar, sodass sie ausserhalb einer Biografie inspiriert und weiterhilft? «Nutzen» heisst hier nicht Selbstverwirklichung, sondern Übersetzung biografischer Chancen in institutionelles Handeln, das über den Moment hinauswirkt – für das Gemeinwesen und künftige Generationen.

Der Sinn dieses Werks liegt in der Betrachtung von Institutionen als Lernräumen. Fünf solcher Räume – Verfassungsrat, Gerichte (Verwaltungsgericht, Bundesgericht), Regierungsrat, Ständerat, internationale Mandate – verdichten Zeitgeschichte und machen sichtbar, wie sich Grundvorstellungen wie Demokratie, Freiheit, Recht und Föderalismus in konkreten Kontexten bewähren müssen. Der Zweck ist nicht Abschluss oder Lobrede, sondern Anregung: einen Wissensschatz über Funktionsweisen von Institutionen zugänglich machen, bevor er verloren geht; zeigen, wie Grundvorstellungen quer durch Rollen und Ebenen hindurch wirken; demonstrieren, dass aus zufälligem Nacheinander ein Lernprozess entsteht, der Verfahren funktionsfähig hält, Verständigung fördert und Stabilität in Übergangszeiten schafft.

Die Buchform dient diesem Zweck: Ein Mosaik aus kurzen, fokussierten Beiträgen – teilweise überlappend, mit Lücken und Spannungen – erzwingt Auswahl, ermöglicht Vielfalt und lässt Zusammenhänge in verschiedenen Lichtern erscheinen. Überbau und Unterbau greifen ineinander: Institutionen, Reformen, Konflikte, Mentalitäten einer Zeit werden beschrieben; Bezüge zu konkreten Haltungen und Methoden zeigen Übertragbarkeit. Wer diesen Band aufschlägt, findet keine fertige Chronik, sondern eine lebendige Einladung: mitzudenken über das Dienen am Gemeinwesen – und zu entdecken, was institutionelle Erfahrung für den eigenen Weg bedeuten kann.