Die Europäische Kommission hat eine neue Agenda zur Bekämpfung von Terrorismus vorgelegt. Hintergrund sind neue Entwicklungen wie der missbräuchliche Einsatz digitaler Technologien, sozialer Medien, künstlicher Intelligenz, Drohnen oder 3D-gedruckter Waffen durch terroristische Akteure sowie eine wachsende Online-Radikalisierung, insbesondere von Minderjährigen. Die Agenda verfolgt das Ziel, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, die Resilienz der EU zu stärken und Menschen sowie Unternehmen besser zu schützen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Analyse von Bedrohungen durch stärkere EU-Kapazitäten zur Auswertung nachrichtendienstlicher Informationen, eine intensivere Unterstützung von Europol und zusätzliche Forschung zu neuen Technologien. Weitere Massnahmen betreffen die Prävention von Radikalisierung, insbesondere bei jungen Menschen, sowie eine verstärkte Bekämpfung terroristischer Inhalte im Internet. Zudem soll der Schutz öffentlicher Räume und kritischer Infrastrukturen verbessert und die Zusammenarbeit von Strafverfolgungs- und Justizbehörden, etwa bei der Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung, vertieft werden. Schliesslich sieht die Agenda auch eine intensivere Zusammenarbeit mit internationalen Partnern vor, insbesondere mit Ländern des Westbalkans und des Mittelmeerraums.