Die Europäische Kommission hat am 29. Januar 2026 eine Europäische Strategie für das Asyl- und Migrationsmanagement vorgelegt, die als politischer Orientierungsrahmen für die nächsten fünf Jahre dienen soll. Sie knüpft an die Reformen des Migrations- und Asylpakets, den Ausbau des Aussengrenzschutzes und eine verstärkte Migrationsdiplomatie an und verweist auf einen Rückgang irregulärer Migration sowie effizienteres Migrationsmanagement. Zentrales Leitmotiv ist ein fairer und solider Ordnungsrahmen im Einklang mit den europäischen Werten, verbunden mit dem Anspruch, dass Europa selbst entscheidet, wer unter welchen Voraussetzungen einreist. Inhaltlich verfolgt die Strategie drei Hauptziele: die Bekämpfung irregulärer Migration und von Schleuserkriminalität, den Schutz von Flüchtenden sowie die gezielte Anwerbung von Arbeits- und Fachkräften bei gleichzeitiger Missbrauchsverhinderung. Zur Umsetzung definiert sie fünf Prioritäten, darunter eine intensivierte Migrationsdiplomatie, die Stärkung der EU-Aussengrenzen, ein funktionsfähiges Asylsystem, wirksamere Rückführungen und eine strategische Arbeitskräftemobilität. Flankiert wird dies durch den verstärkten Einsatz digitaler und KI-gestützter Instrumente, erhebliche Haushaltsmittel im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen sowie die ausdrückliche Bindung aller Massnahmen an Grundrechte und internationale Verpflichtungen.