Die Europäische Kommission hat am 30. Januar 2026 ihren Jahresbericht 2026 über den Binnenmarkt und die Wettbewerbsfähigkeit der EU angenommen. Auf der Grundlage von 29 zentralen Leistungsindikatoren bewertet der Bericht das Funktionieren des Binnenmarkts sowie die Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen. Verbesserungen in der Berichtsperiode betreffen insbesondere die Anerkennung von Qualifikationen im Binnenmarkt, die Marktüberwachung, die Nutzung digitaler Technologien durch Unternehmen, InvestEU-Investitionen sowie den Ausbau erneuerbarer Energien. Verschlechterungen werden hingegen unter anderem beim innergemeinschaftlichen Handel, bei der Umsetzung von Binnenmarktrichtlinien, bei Normsetzungszeiten, beim Fachkräftemangel im Bereich der grünen Transformation, bei den PISA-Ergebnissen und bei privaten Investitionen festgestellt. Neu eingeführt wurden Indikatoren zur Messung von Vereinfachungsfortschritten, die geschätzte Verwaltungseinsparungen von rund 15 Mrd. EUR ausweisen, sowie zum Anteil vollständig digitaler Verwaltungsverfahren im Binnenmarkt. Für 2026 kündigt die Kommission einen verstärkten Fokus auf den Abbau von Binnenmarkthindernissen, insbesondere bei Zahlungsverzug und umweltbezogenen Dienstleistungen, an, flankiert durch Dialoge mit den Mitgliedstaaten und gegebenenfalls Vertragsverletzungsverfahren.