Das militärische Gesundheitswesen der Schweiz bildet das Rückgrat der medizinischen Versorgung von Armeeangehörigen und trägt zugleich Mitverantwortung für die Zivilbevölkerung in Krisen- und Katastrophensituationen. Dieser Band beleuchtet erstmals rechtliche, organisatorisch-praktische und historische Aspekte dieser zentralen Institution und zeigt auf, wie sie auf neue sicherheitspolitische Herausforderungen reagiert. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung, Gesundheitsversorgung und Militär diskutieren Strategien für eine patientenorientierte, flexible und digitalisierte Versorgung. Themen wie Interoperabilität mit zivilen Strukturen, internationale Zusammenarbeit und die Ausbildung kriegs- und katastrophentauglicher medizinischer Fachkräfte werden praxisnah erläutert. Leserinnen und Leser erhalten in diesem Zusammenhang Einblicke in die militärmedizinischen Herausforderungen moderner Konflikte. Die Beiträge setzen sich zudem mit der geplanten Verordnung über das militärische Gesundheitswesen (VMiGw) auseinander.
Der Band verbindet wissenschaftliche Analyse mit fundiertem praktischem Erfahrungswissen und bietet Lösungen für die zukunftsorientierte Planung eines komplexen Systems. Er richtet sich an Fachleute aus Recht, Militär und Gesundheitswesen sowie an alle, die an den Schnittstellen von Sicherheitspolitik, Verteidigung und Medizin interessiert sind. Ein Buch, das verdeutlicht: Ohne ein starkes militärisches Gesundheitswesen, dessen rechtliche Grundlagen den Besonderheiten militärischer Operationen Rechnung tragen, ist die Einsatzfähigkeit der Schweizer Armee nur bedingt gegeben.